Menschen stärken

Menschen mit Behinderungen sind „Experten in eigener Sache“! Für jeden Menschen ist es wichtig, selber entscheiden zu können, wie, wo und mit wem er oder sie leben möchte. Damit auch wirklich alle Menschen diese Entscheidungen so informiert wie möglich treffen können, beraten die KSL Menschen, Verbände und Organisationen. Diese Beratungen sind unabhängig von Trägerinteressen und werden in den meisten Fällen von Menschen mit Behinderungen selbst durchgeführt (Peer Counseling).

 

Teilhabe ermöglichen

„Nichts über uns, ohne uns!“ - so lautet eine wichtige Forderung, wenn es um die Teilhabe an allen gesellschaftlichen Entwicklungen geht. Das bedeutet: Menschen mit Behinderungen sollen mitentscheiden und mitbestimmen können. Darum stärken die KSL die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und unterstützen zum Beispiel die Selbsthilfe und die politischen Interessenvertretungen. Sie arbeiten auch eng mit Kommunen zusammen, um Partizipation und Inklusion zu ermöglichen. In bestimmten Fällen werden die KSL auch selbst politisch aktiv, um sich für die Rechte von Menschen mit Behinderungen einzusetzen.

 

Strukturen vernetzen

„Nur gemeinsam sind wir stark!“ - Selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Behinderungen funktioniert nur, wenn viele Menschen sich gemeinsam dafür einsetzen. Die KSL informieren Personen und Organisationen, damit sie voneinander wissen und gut zusammenarbeiten können. Die KSL schaffen Strukturen, in denen sich alle für Inklusion und Selbstbestimmung stark machen können. Mit den nordrhein-westfälischen Lotsen und Lotsinnen für Menschen mit Behinderungen arbeiten sie daher besonders eng zusammen.

 

Wissen vermitteln und Informationen teilen

„Wissen ist Macht!“ - Um etwas zu verändern, braucht man Wissen und Informationen. Die KSL sammeln die wichtigsten Informationen und stellen sie möglichst barrierefrei zur Verfügung. Sie bemühen sich, alle Fragen zum Selbstbestimmten Leben von Menschen mit Behinderungen zu beantworten. Alle Menschen sollen verstehen, was die UN-Behindertenrechtskonvention bedeutet. Darum führen die KSL Veranstaltungen durch, schreiben Texte und veröffentlichen Informationen im Internet.

 

Lösungen entwickeln

„Nichts ist perfekt!“ - Inklusion und Selbstbestimmung brauchen kreative Lösungen. Die KSL finden heraus, was bereits gut läuft und wo Dinge noch verbessert werden müssen. Darüber informieren sie alle, die es wissen möchten. Die KSL kümmern sich darum, dass die Inhalte der UN-Behindertenrechtskonvention in allen Bereichen umgesetzt werden.

 

Rechte sichern

„Inklusion ist ein Menschenrecht!“ - Die UN-Behindertenrechtskonvention ist die inhaltliche Grundlage der Arbeit der KSL. Die KSL arbeiten absolut parteiisch für die Rechte der Menschen mit Behinderungen. In jedem Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben arbeiten auch Juristen und Juristinnen. Diese achten ganz genau darauf, dass das Menschenrecht auf Inklusion umgesetzt wird.

 

Bewusstsein schaffen

„Wo ein Wille, da ein Weg!“ - Menschen mit Behinderungen müssen genauso anerkannt und respektiert werden, wie alle anderen Menschen auch. Sie sind ein gleichberechtigter Teil der gesellschaftlichen Vielfalt. Behinderung ist nie nur das Problem einer einzelnen Person sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die soziale und politische Lösungen braucht. Das sind wichtige Überzeugungen der Mitarbeitenden in den KSL. Damit auch andere Menschen das so sehen, informieren und erklären die KSL diese Sichtweise und werben dafür. Diese Arbeit wird auch Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung genannt.