Martina Siehoff

„Nur weil ich die Dinge in meinem Leben nicht mehr selbstständig lösen kann, heißt das nicht, dass ich nicht mehr selbstbestimmt und autonom in meinen Entscheidungen sein kann.“

57 Jahre, bezieht seit 2015 das Persönliche Budget zur Alltagsbegleitung.

Martina Siehoff ist bei einer Reha-Maßnahme auf Informationen zum Persönlichen Budget gestoßen. „Einige Zeit zuvor hatte ich noch in zwei unterschiedlichen Zeitungen vom Persönlichen Budget gelesen“, erzählt Martina Siehoff. Eher zufällig habe sie sich dann an eine Dortmunder Beratungsstelle gewandt, die sie bei der Antragstellung und Verwaltung des Persönlichen Budgets unterstützt hat.

Martina Siehoff im Interview.

„Die Beratung und Information zum Persönlichen Budget sollte besser werden.“

Mittlerweile verwaltet sie ihr Persönliches Budget selber. Von der Idee bis zum Bezug des Persönlichen Budgets hat es allerdings fast eineinhalb Jahre gedauert. „Ich habe eine Liste meines Bedarfs über den Zeitraum eines Jahres erstellt“, erläutert sie. Doch die Mühe hat sich für Martina Siehoff gelohnt. „Vieles, was ich nicht mehr konnte, ging dann dank der Assistenz wieder“, erzählt sie und freut sich über ihre erhöhte Mobilität. Durch diese Verbesserung kann sie nun viel verlässlicher als vorher Verabredungen und Termine wahrnehmen. „Mein Leben ist mit dem Persönlichen Budget planbarer geworden, und ich kann zuverlässiger agieren“, stellt sie auch im Hinblick auf soziale Kontakte und ihre politische Arbeit fest.