Eva Kersting Rader

„Wenn ich einen Auftrag in meinem Betrieb hatte, hat mein Mann seinen Betrieb geschlossen, um mich dann zu fahren.“

51 Jahre, Mutter von sieben Kindern, selbstständige Bestatterin, bezieht das Persönliche Budget für Arbeitsassistenz.

„Früher hat das alles meine Familie geleistet“, erzählt Eva Kersting-Rader von der Zeit, bevor sie das Persönliche Budget bezog. Mit dem Persönlichen Budget arbeitet sie heute als Bestatterin und konnte sich mithilfe der Arbeitsassistenz den Traum von der Selbstständigkeit erfüllen. „Ich kann mich auf die Arbeit konzentrieren, und da ist die Assistenz tatsächlich ein Geschenk“, freut sie sich. Mit ihrem Bestattungsunternehmen sichert Eva Kersting-Rader auch das Familieneinkommen, da ihr Mann nach einem Schlaganfall in seinem Beruf nicht mehr weiterarbeiten konnte. Dieser freut sich über die Entlastung durch die Assistenz: „Das ist eine große Erleichterung, dass ich nicht mehr 24 Stunden am Tag Bereitschaft habe.“ Er beschreibt, dass sich die Beziehung zu seiner Frau durch das Persönliche Budget positiv verändert habe.

Eva Kersting Rader im Interview.

„Hätten Sie ohne das Persönliche Budget eine realistische Chance gehabt, ihre beruflichen Ziele zu erreichen?“
„Nein, auf keinen Fall!“

Durch die entlastende Assistenz sei das Abhängigkeitsverhältnis zwischen den beiden aufgelöst worden, und die Ehe habe eine neue Chance erhalten. „Ich kann meinen Mann aus der Verantwortung entlassen“, beschreibt Eva Kersting-Rader diese Entwicklung. Doch vor der nächsten Antragstellung hat sie wieder „Fracksausen“. Vor allem, weil für sie und ihre Familie so vieles von der Bewilligung abhängt. Die Arbeitsassistenz ermöglicht in ihrem Fall nicht nur ein selbstbestimmtes Leben, sondern ist auch Voraussetzung für ihre berufliche Tätigkeit. „Mit dem Persönlichen Budget habe ich die Freiheit, zu arbeiten.