Sonja Elkes

„Das Persönliche Budget bedeutet Freiheit – Menschen mit Behinderung sind ‚Bestimmer‘ über ihr Leben.“

46 Jahre, Teamleitung im Bereich der Eingliederungshilfe beim Landschaftsverband Rheinland (LVR)

Rund tausend Frauen und Männer mit Behinderung im Rheinland nutzen das Persönliche Budget – 16 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Dennoch ist Sonja Elkes nicht zufrieden: „Die Zahlen zum Persönlichen Budget steigen nicht in dem Maße an, wie wir uns das hier im LVR wünschen“, erläutert Sonja Elkes. Zwei Gründe sind aus ihrer Sicht dafür verantwortlich: Die Hürden das Persönliche Budget selber zu verwalten und der Bürokratieaufwand sind zu hoch. Dabei wünscht sie sich vor allem, dass sich die Menschen mit Behinderung gegenseitig Mut machen. Die Erfolgsgeschichten müssen bekannter werden: „Die Erfahrungen der Betroffenen sind überzeugender als die Worte des Kostenträgers.“ Der LVR hat daher eine Broschüre aufgelegt, mit Teilen in Leichter Sprache. Hier erzählen drei Personen mit Persönlichem Budget ihre Geschichte. Auch die Kooperationsbereitschaft bei den anderen Sozialleistungsträgern ist noch ausbaufähig, findet Sonja Elkes: „Das Persönliche Budget wird in einigen Verwaltungen oft noch viel zu stark gedeckelt, sodass notwendige Hilfen nicht in ausreichendem Umfang gewährt werden. Die Vorgaben sind oftmals noch viel zu eng gefasst.“ Den örtlichen Träger, für den sie zuständig ist, berät Frau Elkes gerne bei Bedarf und tauscht sich intensiv zu praktischen Umsetzungsfragen aus.

Sonja Elkes im Interview

„Das vorbehaltlose Vertrauen des LVR in alle Budgetnehmenden wurde noch nie enttäuscht.“

Trotz der noch bestehenden Schwierigkeiten – ihre Erfahrungen machen Sonja Elkes Mut: „Das Persönliche Budget bedeutet Freiheit – Menschen mit Behinderung werden die ‚Bestimmer‘ über ihr Leben.“

Sonja Elkes berichtet

„Ein Antrag, der nicht gestellt wird, hat auch keine Chance durch den LVR positiv beschieden zu werden.“