Annette Jablonski

„Jetzt bin ich keine kleine Maus mehr, sondern eine Frau.“

39 Jahre, hat sechs Jahre lang das Persönliche Budget für eine Freizeit-Assistenz bezogen.

Annette Jablonski hat aktuell kein Persönliches Budget beantragt, da sie gerade erst in ihre eigene Wohnung gezogen ist. Sie möchte dort erst einmal in Ruhe ankommen und sich einrichten. In den Jahren zuvor hat sie allerdings das Persönliche Budget genutzt, um ihrem Hobby, dem Malen, nachgehen zu können. „Der Kopf ist fit, aber mein Arm ist wie bei einem kleinen Baby“, sagt sie und meint damit, dass sie selbst malen kann. Aber die Vor- und Nachbereitungen, wie das Herausholen des Papiers, das Bereitstellen der Farben oder nach dem Malen das Wegräumen und Trocknen sind ohne Unterstützung unmöglich.

Annette Jablonski mit ihrer Assistenz

„Ich kann selber Chef sein. Ich bin kein Krüppel.“

Vom Persönlichen Budget hat Annette Jablonski über eine Bekannte erfahren, die selbst Nutzerin dieser Leistungsform ist. „Die Antragstellung war hart“, und hat ihr viel Angst gemacht, erinnert sie sich. Aber nun hat sie diese Angst nicht mehr. Auf die Frage, ob sie denn wieder ein Persönliches Budget beantragen würde, antwortet sie mit einem entwaffnenden Lächeln: „Ja, warum denn nicht?!“ Schließlich erlaube ihr das Persönliche Budget, „...das zu machen, was ich kann, und selbst zu entscheiden, was ich tun will.“

Annette Jablonski mit ihrer Assistenz

„Ich möchte nicht auf den Tod warten, sondern noch etwas erleben.“